Auf nach Kesckemét

Bei einem privaten Ausflug nach Ungarn 2012 lernten unsere Freundinnen Ingrid Petri und Gudrun Gärtner vom IWC Böblingen die Präsidentin des IWC Kecskemét Katalin Szöllosi und die Freundin Pamela Klein kennen.

Spontan wurde ein Treffen der beiden Clubs vereinbart, um die unterschiedlichen Kulturen besser kennenzulernen und eine gegenseitige Freundschaft aufzubauen. Im April war es dann soweit. 9 Freundinnen machten sich voller Elan und Vorfreude auf den Weg nach Kecskemét, eine Entscheidung, die sich von der ersten Sekunde an als goldrichtig erwies. Die warmherzige Aufnahme, das große Engagement und das wunderbare Programm der Freundinnen machten die Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Schon am Flughafen in Budapest wurden wir von unserer sachkundigen, temperamentvollen Führerin Marta erwartet, die uns bei einer ersten Rundfahrt mit der interessanten Geschichte Budapests und den beeindruckenden Bauwerken, Brücken und Bädern vertraut machte. Nach einer Kaffeepause mit ungarischen Spezialitäten in einem bezaubernden Jugendstil-Cafe ließen wir uns zum Abschluss noch von dem vielfältigen Angebot der Markthalle verführen. Ein besonderes Highlight war das Gala Diner, das nur für uns und die Freundinnen in der ehrwürdigen Atmosphäre der Akademie der Wissenschaften ausgerichtet wurde. Wir genossen das gute Essen, die anregenden, guten Gespräche und den sensationellen Blick über die beleuchtete Hängebrücke bis auf die Höhen von Buda.

Am zweiten Tag lernten wir endlich Kecskemét kennen. Unser erster Besuch galt dem Behindertenheim, ein Serviceprojekt des IWC Kecskemét. Schon am Eingang des idyllisch gelegenen Heims erwarteten uns einige Jugendliche voller Ungeduld, Sie wollten uns ihre eingeübten Lieder und Tänze vorführen, wir durften ihre selbstgebackenes Gebäck kosten und die für uns gebastelten Geschenke in Empfang nehmen. Wir waren von dieser Herzlichkeit und dem großen Engagement so beeindruckt, dass wir spontan eine geplante erste Reise der Jugendlichen ans Mittelmeer (Kroatien) finanziell unterstützten.

Nach kurzer Fahrt begann unserer abwechslungsreiches Puszta-Programm. Auf einem sehr gepflegten Gut wurden wir mit Schnäpsen, deftigen ungarischen Speisen, Gypsy Musik, wilden Reitervorführungen und einer Kutschfahrt zu einer Biofarm verwöhnt. Dazu lachte die Sonne, wir fühlten uns wie im Paradies. Mit einer Führung durch das Stadtzentrum von Kecskemét mit seinen vielen Gotteshäusern ging unser Ausflugsprogramm an diesem Tag zu Ende. Den freien Abend ließen wir in einem urigen Kellerlokal ausklingen.

Der letzte Tag startete wie der erste mit einem großen Besichtigungsprogramm von Buda und Pest, teils zu Fuß, mit der Gleitbahn, Taxi, Bus und einem Schiff. Immer mit dabei die Gründungspräsidentin Gyöngyvér Deli mit ihrem Mann und ihrer sonnigen Tochter Gerda (8 Monate)., die unser aller Herz im Sturm erobert hatte. Ein abschließender Höhepunkt dieser wundervollen Reise war die Fahrt mit dem nur für uns gecharterten Schiff auf der Donau. Bei einem Lunch mit vielseitigen ungarischen Spezialitäten ergaben sich noch einmal gute Möglichkeiten sich auszutauschen. Dank der deutschsprechenden Freundinnen Katalin Szöllosi, Pamela Klein , Christiane Philipps und Jasmin Jaeger gab es keine Verständigungsprobleme. Die Freundinnen haben uns überall liebevoll begleitet.

Überwältigt von den neuen Eindrücken und der warmherzigen Aufnahme kehrten wir wieder nach Hause zurück. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen bei uns.

Margrit Wedlich