Kinderdorf Peru

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" war die Devise von Robert und Gudrun Lemli, als sie 1995 den Grundstein für ein Kinderdorf in Lima legten. Auf einer Reise durch Südamerika bewegte sie das Elend der Straßenkinder so sehr, dass sie ihre Geschäfte in Frankfurt/M. verkauften und sich voll diesem Projekt widmeten.

Streetworker, Sozialarbeiter und Pädagogen vor Ort griffen die Kinder in den sozialen Brennpunkten auf, wo Kriminalität, Drogen und Prostitution ihr Leben bestimmte.

Sie kommen zuerst in ein „Offenes Haus", werden in dieser Übergangsstation an einen geregelten Tagesablauf herangeführt und müssen beweisen, dass sie sich in eine soziale Gemeinschaft einfügen können. Wer von den Kindern diese Chance ergreift, schafft dann den Sprung in ein neues Zuhause, die Aufnahme in das Kinderdorf „Pachacamac".

Ziel des Kinderdorfs ist es, den Kindern nicht nur ein familiennahes Heim sondern auch die Chance einer schulischen und beruflichen Ausbildung zu geben, um sie so auf ein späteres, selbständiges Leben vorzubereiten. Die Kinder haben die Möglichkeit, praktische Grundkenntnisse im Schreinerhandwerk, in der Schweißerei, Lederverarbeitung, Gartenbau, Landwirtschaft und Tierzucht zu erwerben

Seit 2004 gibt es acht Häuser und Lehrwerkstätten für 70 Kinder und Jugendliche.
Am 1.1.2007 erfolgte die Eingliederung in die SOS-Kinderdorf-Familie.
Von 1998 an lebten die Lemlis fünf Monate im Jahr in Lima und betreuten das Projekt vor Ort, tragen auch selbst die gesamten Kosten der Verwaltung. Aber nur durch Spenden und Patenschaften kann am Kinderdorf weitergebaut werden.

Renate Preiß

Weitere Informationen unter: www.kinderdorf-peru.de